Eine Immobilie zu beleihen ist der klassische Weg, Eigentum in Liquidität zu verwandeln, ohne es zu verkaufen. Sie bleiben Eigentümer, wohnen weiter im Haus und zahlen einen Kredit in Raten zurück. Die Bank erhält als Sicherheit eine Grundschuld im Grundbuch.
So funktioniert eine Beleihung
- Anfrage und Vorprüfung. Sie nennen Betrag, Verwendung, Einkommen und Angaben zur Immobilie.
- Bewertung. Die Bank ermittelt den Beleihungswert, anhand von Unterlagen und oft mit einer Besichtigung.
- Angebot. Sie erhalten die Konditionen schriftlich: Zins, effektiver Jahreszins, Laufzeit, Rate, Gesamtbetrag.
- Grundschuld beim Notar. Nach Ihrer Zusage wird die Grundschuld beim Notar bestellt und im Grundbuch eingetragen.
- Auszahlung. Sobald die Grundschuld eingetragen ist oder der Notar die Eintragung sicher bestätigt, wird ausgezahlt.
Beleihungswert und Beleihungsgrenze
Banken rechnen nicht mit dem Preis, den Sie heute beim Verkauf erzielen könnten, sondern mit einem Beleihungswert. Er soll auch in schwächeren Marktphasen noch erreichbar sein und liegt deshalb meist spürbar unter dem Marktwert.
Auf diesen Wert wendet die Bank eine Beleihungsgrenze an, also den Anteil, bis zu dem sie den Kredit als gut besichert ansieht. Bei vielen Banken sind das 60 bis 80 Prozent des Beleihungswerts. Je niedriger der Anteil, den Sie in Anspruch nehmen, desto günstiger sind in der Regel die Zinsen.
| Beispielrechnung | Betrag |
|---|---|
| Geschätzter Marktwert | 400.000 Euro |
| Beleihungswert, vorsichtig angesetzt | 340.000 Euro |
| Bereits eingetragene Grundschulden | 0 Euro |
| 60 Prozent des Beleihungswerts | 204.000 Euro |
| 80 Prozent des Beleihungswerts | 272.000 Euro |
Die Zahlen sind ein vereinfachtes Beispiel. Ob ein Betrag in dieser Höhe tatsächlich möglich ist, entscheidet zusätzlich Ihr Einkommen.
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Beleihung unverbindlich anfragenSie wechseln zu wunschcredit.de.Was die Beleihung kostet
- Zinsen: Kredite mit Grundschuld sind in der Regel günstiger als Ratenkredite ohne Sicherheit. Die genauen Konditionen hängen von Betrag, Laufzeit, Beleihungsauslauf (Anteil des Kredits am Beleihungswert) und Bonität ab.
- Notar und Grundbuchamt: Für eine neue Grundschuld fallen Gebühren nach einer bundesweit einheitlichen Gebührenordnung an. Sie liegen meist unter einem Prozent des Grundschuldbetrags.
- Bewertung: Manche Banken berechnen ein Wertgutachten, viele übernehmen die Kosten selbst.
Die Abkürzung: vorhandene Grundschulden
Ist in Ihrem Grundbuch noch eine Grundschuld aus einer früheren, bereits getilgten Finanzierung eingetragen, muss oft keine neue bestellt werden. Die bestehende Grundschuld kann an die neue Bank abgetreten oder bei derselben Bank neu genutzt werden. Das spart Notar- und Grundbuchkosten und oft auch Zeit. Mehr dazu unter Kredit mit Grundschuld.
Wie lange es dauert
Von der Anfrage bis zur Auszahlung vergehen bei einer Beleihung meist einige Wochen. Den größten Teil machen Bewertung, Notartermin und Grundbucheintragung aus. Wenn Grundbuchauszug, Flurkarte, Wohnflächenberechnung und Fotos bereitliegen, geht es schneller. Welche Unterlagen gebraucht werden, steht unter So läuft die Anfrage ab.
Wann eine Beleihung nicht passt
Wenn die Rate nur knapp in Ihr Budget passt, ist eine längere Laufzeit keine Lösung, sondern eine Verschiebung. Und wenn Sie mit dem Gedanken spielen, die Immobilie in den nächsten Jahren zu verkaufen, sollten Sie Laufzeit und Vorfälligkeitsregeln genau prüfen, denn eine vorzeitige Ablösung kann Kosten auslösen.
Häufige Fragen
Kann ich mein Haus beleihen, ohne es zu verkaufen?
Ja, genau das ist eine Beleihung. Sie bleiben Eigentümer und wohnen weiter in der Immobilie. Die Bank erhält eine Grundschuld als Sicherheit.
Geht Haus beleihen ohne Grundbucheintrag?
Ein Kredit, der mit der Immobilie besichert ist, setzt eine Grundschuld im Grundbuch voraus. Ohne Eintrag handelt es sich um einen normalen Ratenkredit, bei dem die Immobilie keine Rolle als Sicherheit spielt.
Wie viel Prozent vom Hauswert bekomme ich?
Banken rechnen mit dem Beleihungswert, der unter dem Marktwert liegt, und beleihen davon je nach Institut und Bonität meist 60 bis 80 Prozent. Entscheidend ist zusätzlich, ob Ihr Einkommen die Rate trägt.
Wer zahlt den Notar?
Die Kosten für die Bestellung und Eintragung der Grundschuld tragen in der Regel Sie als Kreditnehmer.
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